2.Bundesliga, 31.3.00

Hannover 96 : Chemnitzer FC
2:0

Hannover: Sievers-Kehl-Reinhardt, Stefulj-Cherundolo, Linke, Blank (81.Gärtner), Kreuz (86.Keita)-Lala (68.Bounoua), Kobylanski, Stendel

Chemnitz: Süssner-Laudeley-Bittermann, Mehlhorn-Tetzner (69.Skela), Podunavac (59.Kluge), König, Jendrossek, Kujat (79.Ullmann), Krupnikovic-Dittgen

Schiedsrichter: Gagelmann

Tore: 1:0 Stendel (23.Min.), 2:0 Keita (88.Min.)

Gelbe Karten: Cherundolo, Blank-Podunavac
Rote Karte: -

stärkste Spieler: Kehl, Reinhardt, Linke, Kobylanski, Stendel-Süssner, Bittermann

Zuschauer: 8542

Fazit: Beide Mannschaften begannen wie es sich im Abstiegskampf gehört, mit Kampf und viel Laufarbeit. In Hannovers Abwehr spielte erneut Kehl Libero. Er ersetzte den verletzten Mirko Baschetti. Manndecker wie inzwischen fast immer Reinhardt und Stefulj. Im Sturm setzte Trainer Ehrmantraut erneut auf Stendel und Kobylanski, sowie Lala (als eine Art Rechtsaußen) und Kreuz (als Spielmacher) hinter den Spitzen. Im defensiven Mittelfeld schließlich standen Linke, Blank und Cherundolo. Die erste Chance des Spiels hatte Hannover. Kobylanski wurde an der Strafraumgrenze umgesäbelt. Kreuz führte den fälligen Freistoß aus, kurz auf Stefulj und dessen Hammer strich nur knapp am Tor von Chemnitz' Torwart Steffen Süssner vorbei. Danijel Stefulj hätte damit fast sein zweites Saisontor gemacht und zwar gegen den Gegner, gegen den er in der Hinrunde beim 1:2 traf. Im Gegenzug hatte der CFC die beste Chance des Spiels bis dahin. Torsten Bittermann traf auf etwa 20 Metern den Pfosten. 96 ließ sich allerdings nicht vom Konzept abbringen und spielte weiter offensiv. Bei einem der zahlreichen Angriffe richtung Chemnitzer Abwehrwand, ging es dann sehr schnell. Stefan Blank legt ab auf Linke, der spielt schnell weiter auf Daniel Stendel. Stendel machte es dann in seiner unnachamlichen Art, setzte sich gegen Podunavac, Bittermann und König durch, stand plötzlich vor Torwart Süssner und schoß überlegt ein zum verdienten 1:0 in der 23.Minute! Nach diesem Tor spielte 96 wie befreit und hatte vor der Pause noch 2 gute Chancen durch Linke und Stendel. Dann kam der Pausenpfiff und niemand hoffte, daß 96 wie so oft einen rapiden Leistungsabfall hätte.
Die zweite Halbzeit begann mit einer guten Chance für Marco Dittgen. Der Torjäger der Sachsen stand plötzlich vor Torwart Sievers, scheiterte aber mit seinem Flachschuß. Nach dieser Chance war Chemnitz nicht mehr präsent. Hannover spielte jetzt absolut überragend, wie im Rausch. Überragende Akteure waren dabei Kobylanski und Linke, die immer wieder tolle Angriffe einleiteten. Die Chancen für die Roten waren fast unzählbar. Kobylanski über links, spielt schön in die Mitte auf Stendel und der trifft nur den Pfosten. Lala steht, ebenfalls nach Paß von Kobylanski, frei vorm Tor und schießt den Torwart an. Nach einer Ecke von Cherundolo erzielt fast ein Chemnitzer Abwehrrecke ein Eigentor. Kehl scheitert aus der Kurzdistanz, Blank mit einem Fernschuß. Stendel noch einmal aus dem Gewühl heraus, Reinhardt mit einem Fernschuß. 96 hätte längst den Sack zumachen müssen und die völlig überforderten Chemnitzer abschießen müssen. Doch plötzlich kam der CFC nochmal und hatte durch Krupnikovics Distanzschuß eine Chance. Als hätte man es erst jetzt für nötig gehalten ein Tor zu schießen, konterte Hannover dann. Nach einem Befreiungsschlag kommt der eingewechselte Morad Bounoua, spielt schön flach in die Mitte auf den ebenfalls eingewechselten Salif Keita. Dieser hechtet in den Ball und erzielt unhaltbar für Süssner das längst überfällige 2:0. Jetzt konnte endlich mal wieder ausgelassen gefeiert werden. In einem niemal wie ein Absteiger spielenden Team, waren die 96er Kehl, Reinhardt, Linke und Kobylanski überragend. Mit jetzt 31 Punkten haben die Roten sich einigen Sorgen entledigen können, doch sollte weiterhin so konzentriert weitergearbeitet werden um frühzeitig für die 2.Liga planen zu können.

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