Hannover 96 - Berichte


Mein Bericht vom Spiel Hannover 96 - Alemannia Aachen:


Eine Stunde vorm Anpfiff ging es ins Niedersachsenstadion. Dort angekommen waren wir auch schnell komplett, d.h. zu viert, der Rest unserer 'Clique' befand sich leider im Urlaub. Thema des Tages: Geht da doch noch was im Aufstiegskampf? Ich glaube eher nicht. Es sind allerdings Parallelen zur Vorsaison zu finden. Auch damals begann man eher unstet und landete schließlich vorerst im Abstiegskampf. Schließlich kam aber ein neuer Trainer und es ging aufwärts. Am Ende fehlte ein Punkt zur Bundesliga. Letzte Saison hießen die beteiligten Trainer Fanz und Gerber, diesmal Ivankovic und Ehrmantraut. Sollte Hannover an diesem Donnerstag gewinnen, hätte man 40 Punkte und dies würde bedeuten, und da war man sich einig, daß der Abstiegskampf endgültig beendet wäre! Die Vorzeichen für einen Sieg standen gut! Aachen verlor zuletzt zweimal und spielte wenig überzeugend. 96 im Gegensatz dazu gewann dreimal in Folge und kletterte in der Tabelle. Außerdem waren wichtige Spieler, die gegen Karlsruhe noch fehlten, wieder an Bord. Man hoffte und glaubte vor dem Spiel gegen die Alemannen also an drei Punkte und Platz 6.
Zum Spiel:
Das Spiel begann sehr fade. Hannover spielte wieder mit neuem Libero Kehl und den Manndeckern Reinhardt und Stefulj. Im Mittelfeld nahm Markus Kreuz nach zuletzt erschreckend schwacher Leistungen eine Auszeit. Im Mittelfeld sollten dafür Linke und Baschetti das Spiel machen. Der Sturm bestand im Gegensatz zum KSC-Spiel wieder aus drei Spielern, nämlich Stendel, Lala und Kobylanski. Die 96-Elf schien zu Beginn sehr lässig an Werk gehen zu wollen. Das machte sich in zahlreichen Fehlpässen und Unaufmerksamkeiten bemerkbar. Die erste Ecke des Spiels gab es dann auch bezeichnenderweise auch nach einer Bogenlampe von Reinhardt. Der Aachener Müller trat die Ecke in den Strafraum und der Holländer Henri Heeren köpfte zum 0:1. Zu diesem Zeitpunkt völlig verdient für die Schwarz-Gelben. Hannover spielte schlafmützig weiter. Stendel hatte noch die beste Chance für die Roten, als er freistehend vor Andre Lenz am Tor vorbeischob. Dann fiel das 1:1, dachten jedenfalls die meisten, als Carsten Linke einen Abpraller ins Tor schob. Der Schiedsrichterassistent sah ihn allerdings im Abseits. Inzwischen hätte 96 den Ausgleich verdient gehabt. Es fehlte bis dahin an Glück und einem aufmerksamen Schiedsrichter! In Minute 41 schaute der Unparteiische dann endlich einmal etwas genauer hin und gab zu Recht Elfmeter als Marso Altin Lala im 16er umstieß. Andrzej Kobylanski schnappte sich den Ball und verlud Lenz, 1:1! Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause und man konnte und musste damit leben.
Die Parallelen zum Spiel in Karlsruhe waren verblüffend. Nach schwachen 30 Minuten und dem Rückstand, wachte 96 auf und erzielte noch vor dem Pausentee den Ausgleich. Da fehlen dann nur noch 2 Tore um die Kopie perfekt zu machen!
Nach der Pause spielte 96 endlich konzentrierter und erarbeitet sich ein Übergewicht im Mittelfeld. Torchancen blieben aber Mangelware. Oft spielten die Roten schön über Außen, es fehlte allerdings die letzte Flanke oder der letzte Pass. Für Belebung sorgte allerdings überraschend der eingewechselte Markus Kreuz, der ein ums andere Mal Auge bewies, so wie in der 68.Minute, als er schön auf den wiedermals überragenden Andrzej Kobylanski passte. Der lief schön auf Torwart Lenz zu und schoß technisch perfekt zum 2:1 ein. Jetzt rollte der 96-Express wieder. Chancen gab es für Hannover aber trotzdem nicht im Überfluss und das lag auch an der recht gut gestaffelten Aachener Abwehr! Nach Ecken wurde es aber meist durch Abwehrturm Bastian Reinhardt gefährlich. Fernschüsse durch Markus Kreuz und Co. wurden zwar auch gefährlich führten aber nicht zur Entscheidung. Zum Ende des Spiels wollte die Alemannia noch auf den Ausgleich drängen, es fehlte aber das Konzept und so blieb es bei ungefährlichen Schußversuchen. In Minute 90 konnte 96 dann den letzten Konter des Spiels setzen. Markus Kreuz spielte steil auf den eingewechselten Igoris Morinas und der traf wie im Hinspiel beim 2:1-Auswärtssieg souverän und somit zum zweitenmal in dieser Saison, 3:1! Mit diesem Ergebnis endete dieses Donnertagsspiel dann und Hannover 96 verabschiedet sich mit 40 Punkten endgültig aus dem Abstiegskampf, Platz 6!
3:1? Richtig! Die Kopie vom Spiel in Karlsruhe war perfekt. Einziger Unterschied war nur, daß die Chancenauswetung diesmal stimmte. Die 90 Minuten waren sicherlich nicht überragend, doch 14211 Zuschauer konnten trotzdem zufrieden nach Hause gehen. Die Stimmung unter den Roten endlich mal wieder euphorisch wie damals 1999, als man knapp am Aufstieg vorbeischrammte. Kompliment aber auch an die etwa 500-600 Aachener für die der Klassenerhalt ja schon längst unter Dach und Fach ist und die trotzdem noch den Weg von der holländischen Grenze antraten um ihr Team zu supporten. Hannover hat jetzt nichts mehr mit dem Abstieg zutun und mit dem Aufstieg? Wohl auch nichts mehr! Es geht wohl nur noch um die goldene Ananas, aber ich fahre trotzdem nach St. Pauli um einen Prestigesieg am Millerntor zu sehen! Bis dahin, C.B.